Rückblick 2015

Zum siebten Mal bilden die historischen Eisenerzröstöfen auf der Vierwindenhöhe in Bendorf die Kulisse für die „Festspiele am Rheinblick“. Vom 25. Juli bis 22. August 2015 lud das Kulturforum der GGH Bendorf e.V. zu einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm ein. „Dass wir bereits schon das siebte Mal Zuschauer zum Sommertheater einladen können, erfüllt uns mit Stolz. Damit können wir erneut beweisen, dass sich regionale Geschichte und Unterhaltung nicht ausschließen. In diesem Jahr erweitern wir den Radius der Heimatgeschichte Bendorfs und ziehen thematisch weiter in die Region hinaus“, so hieß es zu Beginn des Sommers 2015. Die Bilanz liest sich zufrieden stellend und das Theaterstück zog Zuschauer vom gesamten Rhein nach Bendorf.

Das Theaterstück: „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“ zeigte in besonderem Maße wofür Rheinland-Pfalz und die Region bekannt sind. Das Bundesland ist reich an Geschichte, an Legenden, an Sagen und an Helden. Als Auftragswerk von Autorin Silke Dutz für die „Festspiele am Rheinblick“ geschrieben, präsentierte das Theaterstück die schillerndsten Personen deutscher Rheinromantik und wurde zum Klassentreffen bekannter Gestalten aus märchenhafter Zeit. Angefangen bei der liebreizenden Loreley bis hin zu Graf von Epstein, dem Herrn über Burg Braubach, streifte das Stück den berühmten Nibelungen Siegfried und den Drachen Fafnir. Schließlich führte ein Schlenker zum Mäuseturm von Bingen und Bischof Hatto. Das Stück beleuchtete zudem die kriminelle Karriere des Schinderhannes, der seinem Ruf als Robin Hood vom Hunsrück mehr als gerecht wurde. Mit viel Raffinesse, Kreativität und nicht zuletzt die kluge Inszenierung Stefan Baus machte das Stück zu einem wahren Highlight. Modern und dennoch alle Altersstufen ansprechend!

Im siebten Jahr waren die Kleinkunstabende mit Musik aus dem Programm nicht mehr wegzudenken. Marcel Adam präsentiert MERCI zusammen mit dem Trio „La fine équipe“. Marcel Adam gilt als einer der bekanntesten Chansonniers, Liedermacher, Komponisten und Interpreten aus dem nordfranzösischen und süddeutschen Bereich.

Über 30 Jahre Bühnenerfahrung, auch im Bereich Kabarett machen seine Programm zu einem unvergesslichen Erlebnis. Als Trio „La fine équipe“ gastierte der sympathische Mundartdichter und Sänger zusammen mit Christian Di Fantauzzi (Akkordeon/Sax) und Christian Conrad (Gitarre/Mandoline) in Bendorf. Im Gepäck hat er seine letzte Studio-CD, die er Anfang des letzten Jahres im Saarländischen Rundfunk (SR3) vorstellte. Das Album MERCI widmete er all seinen Konzertbesuchern, Fans, Freunden, Musikern und Unterstützern um „Danke/ Merci“ zu sagen. Neben Chansons und Gypsy-Swing erklangen zarte Balladen vom „Lied des einsamen Mädchens“ bis hin zu typischen eigenen Songs im lothringischen Stil „Kleenkunschd isch kenn Rock ’n Roll“. Mit dem passenden Glas Wein des Kooperationspartners BendorfWein wurde der Abend ein voller Erfolg. Am letzten Abend im Bühnensommer 2015 präsentierte André Wittlich „The Glory of Gershwin". George Gershwin gehört zweifelsohne zu den bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Zusammen mit seinem Bruder Ira, der die Texte zu seinen Stücken lieferte, schufen sie ein Gesamtwerk, das seinesgleichen sucht. Der Schauspieler und Sänger André Wittlich unternahm zusammen mit Ulli Cleves (Piano) eine musikalische Reise vom Jazz zum Broadway. Egal ob Dixie, Jazz, Swing, Musical und sogar bis hin zur Oper: Gershwin war kein Genre fremd. Aus seiner Feder stammen unzählige Klassiker wie „I got rythm, A foggy day, Embraceable you“ und natürlich „Summertime“. Begleiten konnten die Zuhörer das Duo auf einer glorreichen Reise durch das Werk von George und Ira Gershwin. Die Vernastalter freuten sich über den derart großen Zuspruch mit 140 Besuchern. Damit hatte man im Vorfeld nicht gerechnet. Mit zusätzlichen Bänken konnten auch alle Kurzentschlossenen an der Abendkasse ihr Ticket lösen und wurden Teil eines sonnigen Finalabends auf der Bühne mit Rheinblick.

Die Festspiele in der Presse

1 2 3 4 5 6 7